Sonntag, 16. Januar 2011

Am Linken Ufer – Revisited


In zerwühlten Kissen
gefangen
Der so vertraute Duft Deiner Gedanken
Du bist nicht mein Leben, aber Teil
Der wohl Schönste

Du bist meine Muse
Alle Herzschläge schlagen Deinen Rhythmus
Du sagst, Du bist im Weg
Und ich sehe Dein Lächeln
Ich werde da sein.

Donnerstag, 13. Januar 2011

"And Now I Wanna Be Your Dog"

Mondmädchen,
Du strahlst hell,
Aber Dein Stein ist kühl.
In Deinen Wellen will ich reiten.

Ein Strauß voll Zucker,
Dir zu Füßen.
Denn darin bin ich.

db2011

Montag, 10. Januar 2011

Neues Ja

Hier in den Straßen der Seelen
Ist Liebe nur ein Ort, wo ein Kobold wohnt.
Ein ziemlich feister, fetter Typ.

Ich habe ihn neulich gesprochen.
Er sagte zu mir:
„Ich stehe nicht für Kontinuität.
Das bin ich nicht.“

Er fraß eine gepellte Orange dabei.

Und nun,
vor dem nächsten Herzschlag,
Bist Du mein Wunsch.

Es hat sich nichts geändert.

db2011

Dienstag, 4. Januar 2011

An Eine Ferne Prinzessin


Ein Sturm zieht auf
Ich sehe Dein Bild
Du in Deiner Küche
Und Du lächelst

Ein Sturm zieht auf
Während Du gefesselt
Am Boden liegst
Die Augen verbunden

Wir sind Fremde
Und doch ist da was
So viel was uns verbindet
Wenn der Sturm tobt

Wenn der Sturm tobt
Du bist meine Betty Blue
All das Verbotene
Wird wahr zwischen unseren Körpern

Ich seh Dich baden, lachen, tanzen
Du singst und liegst nackt in meinen Armen
„Ich bin in der Hölle“
Wenn der Sturm tobt

Niemals habe ich eine so weiche Haut gefühlt
Niemals habe ich solche Narben gesehen
An Deinem Körper, An Deinem Herzen
An Deiner Seele

Ich denke an Dich und ich fühle Dich
Jeden Tag, jede Sekunde
Wenn Du lächelst, dann strahlt mein Herz
Und der Sturm wütet

Und der Sturm wütet
Und wir fühlen
Voller Sehnsucht die Leidenschaft
Aber darf das sein?

Ich seh Dich glücklich
Ich seh Dich verloren
Ich sehe Dich wertvoll
So voller Sinn und Lust am Leben
So voller Gefühle
So will ich Dich
So sehe ich Dich
Ich sehe mich in Dir
Wer sind wir
Wenn der Sturm vorbei zieht?

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Spiegelglas

In Deinen Augen spiegelt sich die nackte Verzweiflung
Fassungslos und hilflos bist Du entsetzt
Grauen schleicht nicht mehr
Es umarmt Dich und ist Dein Gevatter

In den leisen Momenten und in den lauten Momenten,
der längsten Nacht meines Lebens,
spürte ich Deine stillen Schreie
Sie waren wie wütende Skapelle in meiner Seele

Die Meerjungfrauen bluten Eiter und alles hier bebt
Der Chor der Sänger jault
Und wenn Du dann weinst, implodiert mein Herz
Hölle ist die Abwesenheit von Vernunft

db2009

Dienstag, 28. Dezember 2010

Dein Grün Im Donnerstag


Als ich eben das Bettzeugs,
Kopfkissen und Laken, aufschüttelte,
stellte ich fest, dass Du Deine Ohrringe,
die Roten aus Holz,
und das schwarze Haarband,
im Bett verloren hast.
Spuren von Dir, von dem heutigen Abend.
Die ersten sichtbaren Spuren, fassbar.
Ich werde sie neben mein Kopfkissen legen,
wenn ich mich später schlafen lege.

Kaum bist Du gegangen,
kaum warst Du im Treppenhaus nicht mehr zu sehen,
wenn auch noch hörbar,
da fehlt das Liebenswerte in diesen Zimmern,
was ich meine Wohnung nenne.
Deine Anwesenheit füllt das Licht hier,
und gibt Wärme.
Deine Anwesenheit macht aus der Zuflucht Heimat.
Und voller erregender Sehnsucht,
warte ich auf den nächsten Tag.

Montag, 27. Dezember 2010

Ruhiger Abend

Du sitzt vor dem Fenster
Auf meinem Sofa
Das Flimmern der Kerzen
Läßt Dein Gesicht leuchten
Und erhellt mein Herz

Ich sehe Dich ganz verschwommen
Und doch so nah
Nur fünf Schritte
Mein siebtel Leben
Und wir schmecken unseren Atem

Du hast mich gerufen
Deine Augen strahlen
Als wir uns erreichen
Unsere Seelen sich berühren
Meine Deine Zeit

db2001